Draußen Recht

Ein paar Hinweise zu rechtlichen Regelungen

Es ist ein bisschen kompliziert – dieses Draußenschlafen. Also, hoffentlich nicht für Dich. Matte hinlegen, Schlafsack, reinlegen, Augen zu und flugs und behütet geschlafen…hoffentlich.

Aber: In Deutschland ist wild zelten grundsätzlich verboten. Also, wer sein oder ihr Zelt irgendwo hinstellen möchte, muss es auf einem Campingplatz tun oder auf Privatgelände mit der Zustimmung des/der Eigentümer*in oder auf sonstigen, extra ausgewiesenen Plätzen.

Ausruhen darf man. Und wenn man das über Nacht und mit Schlaf macht, ist das, solange kein Zelt benutzt wird, nicht direkt erlaubt, aber auch nicht direkt verboten. Auf dem Boden mit Matte oder Biwaksack oder in der Hängematte geht in der Regel und wird – selbst wenn mal jemand kontrolliert – eigentlich akzeptiert.

Wichtige Ausnahme: in Naturschutzgebieten ist erst einmal alles verboten. Aber viele haben ausgewiesene Rast- und Schlafplätze. Manche sogar mit Schutzhütten, die sogar eine vergleichsweise geschützte und entspannte Nacht verheißen. Erkundige Dich einfach im Internet.

Wenn man mal kontrolliert oder angesprochen wird: Grundsätzlich freundlich bleiben und die Aktion erklären und erzählen, warum man da ist. Oft reicht das schon.

Wenn Du eine Tour mit Zelt machen willst, schau Dir vorher die Campingmöglichkeiten an oder kontaktiere Kirchengemeinden auf dem Weg. Denen kannst Du von der Aktion erzählen und dass die Evangelische Jugend dahintersteht, dann kannst Du dein Zelt sicher auf dem Gelände der Kirche oder des Gemeindehauses aufschlagen. Eine witzige Challenge könnte auch sein, einen Weg zu finden, der von Kirchengemeinde zu Kirchengemeinde führt, die Dich in der Kirche übernachten lassen. Einfach ausprobieren! Die Kontakte sind oft sehr, sehr nett und die Menschen vor Ort sehr freundlich und offen, wenn Du sagst, Du machst eine Aktion mit der Evangelischen Jugend.

Wenn Du in der Natur unterwegs bist (oder übernachtest) gilt immer:

  • Lass nichts zurück! Alles, was Du mitgebracht hast, nimmst Du auch wieder mit!
  • Verhalte Dich einigermaßen ruhig. Es gibt einiges an Tierzeug um Dich herum.
  • Nichts mitnehmen. Lass die Dinge, die Du findest in ihrem jetzigen Umfeld.
  • Sei offen für alle Eindrücke! Eine Nacht unter freiem Himmel ist unheimlich stark. Je weiter Du weg bist von Dörfern und Städten, desto deutlicher breitet sich der Sternenhimmel über Dir aus.

Insgesamt gilt: Wenn Du dich aufmerksam und unauffällig verhältst, geht eine Übernachtung – selbst mit Zelt – fast überall, auch wenn es eigentlich nicht erlaubt ist.

Wenn Du Fragen oder Anregungen hast, schick einfach eine Nachricht an das Orgateam.